Unsere Geschichte in Kürze

Es begann Anfang 1972, genauer: im März. Zuerst wurde eine Gruppe (ca.20) Wanderhändler aktiv, alle aus dem Lebensmittelbereich, dann Monate später rund 10 Tankstellenbetreiber und gegen Ende des Jahres schließlich einige Geschäftsleute aus dem Lebensmittelbereich.

Das war der erste “harte Kern” des Kaufleuteverbands Confesercenti in Bozen: rund 40 Betriebsinhaber, die es satt hatten, von der damals einzigen Vereinigung, dem Confcommercio, an den Rand gedrängt bzw. “vergessen” zu werden. Sie trafen sich öfters und gingen daran, eine weitere Organisation der Handelstreibenden aufzubauen, die damals auf dem restlichen Staatsgebiet bereits existierte, in Südtirol aber nicht, nämlich die Confesercenti-Kaufleuteverband.

Der erste Sitz lag in der Valdagnostraße, eine kleine Querstraße der Florenzstraße in Bozen: ein aufgelassenes Geschäft, 4 x 4 Meter groß mit einem Schreibtisch, einem Dutzend Stühlen, einer Schreibmaschine, einem Telefon und einem Angestellten. Die Kosten dieses Minibüros wurden mit den wenigen Mitgliedsbeiträgen und dem Reinerlös aus ein paar Wiesenfesten abgedeckt.

Aber bereits im Jänner 1973 zog man in ein größeres Lokal um, denn die Mitglieder und damit die Einkünften nahmen zu, wenn auch langsam. Doch dies erlaubte, zwei weitere Verpflichtungen zu übernehmen: den Umzug in den Neustiftweg, nur wenige 100 Meter weit entfernt, wo ein größeres Büro für drei Angestellte zur Verfügung stand.

Höhere Einkünfte also: die waren auch nötig, denn 1973 begann man auch mit der Übernahme der Buchhaltung für die Mitglieder und anderen Dienstleistungen (verschiedene Ansuchen, Kontakte zu den Behörden usw.).

Nach einem weiteren Jahr wurde im Jänner 1974 ein neuerlicher Umzug nötig, in die damaligen Genuastraße, wo die Belegschaft weiter aufgestockt wurde.

In den verschiedenen Sektoren wuchs die Mitgliederzahl, besonders bei Wanderhändlern und Tankstellenbetreibern. Im genannten Jahr stießen weitere Sektoren aus dem Handwerk zum Verband, und daraus entstand die Handwerkervereinigung CNA von Bozen. Die beiden Organisationen teilen sich ein Jahr lang die Bürolokale. Weil aber beide wuchsen, war eine Trennung notwendig, auch wenn die Beziehungen und die Zusammenarbeit weiterhin gut lief. Der selbe gemeinsame Weg der beiden Verbände wurde einige Jahre später auch in Meran und in Trient beschritten, wo die Leitung des Bozner Verbandes die Grundsteine für die beiden Organisationen in der Nachbarprovinz Trient gelegt wurden.

Der Werdegang war also nicht einfach, sondern voller Hürden und Boykottversuche von mehreren Seiten (auf politischer und verbandlicher Ebene, was hier nicht beschrieben werden soll), die aber nichts verhindern konnten, sondern den Willen, die Begeisterung und die Kreativität der Leitungsgruppe anspornte, die in der Zwischenzeit weitere Berufskategorien um sich geschart hatte: Handelsvertreter, Wanderzirkusse, öffentliche Gastlokale und eine Reihe von fixen Handelsbetrieben.

Weitere Umzüge erfolgten um das Jahr 1980 in die Dreiheiligen-, dann in die Schlachthofstraße. In der Zwischenzeit erhielten mit Inkrafttreten des Vicentini-Gesetzes (Einführung der allgemeinen Buchführung auch für Kleinbetriebe mit einem Umsatz von einigen Millionen Lire) die Dienstleistungen wesentliche und strategische Bedeutung: Dadurch stiegen die Einkünfte, aber auch die Ausgaben, weil neues Personal und neue Gerätschaften angeschafft werden mussten.

Was die Repräsentativität angeht, errang der Verband in jenen Jahren mehr an Bedeutung: die Obstruktionspolitik ihm gegenüber wurde zwar fortgeführt, aber sie war im Vergleich zu früher zurückgegangen, als man sich wahrlich wie in der Wüste fühlte und wo man mit den Fingern auf die Mitglieder zeigte. Das Klima änderte sich also, genauso wie der Handel insgesamt.

In den 80er Jahren eroberten die großen Lebensmittelgeschäfte einen großen Marktanteil und in der Folge mussten die kleinen Läden, besonders die traditionellen Milchgeschäfte, ihre Tore schließen. In jenen Jahren kam es auch bei den Tankstellen zu einer Restrukturierung.

All diese Veränderungen und die stetig steigende Nachfrage von Dienstleistungen seitens der angeschlossenen Unternehmen führte unweigerlich zu einer langsamen, aber notwendigen Veränderung der internen Organisation der Kaufleutevereinigung.

Wenn sich der Verband 20 Jahre lang durch einen konsequenten Schutz der schwächeren Sektoren im Handel, im Kampf gegen die fast wilde Ausdehnung der Großkaufhäuser hervor tat, wurde in den 90er Jahren eine Strategieänderung nötig. Natürlich blieb die Interessenvertretung der angegliederten Sektoren immer der wesentliche Kern, aber nicht der einzige: eine Vertretung ja, aber jene der Unternehmen und in jeder Richtung, zielgerichtete Angebote je nach dem steigenden Bedarf der Mitglieder, zunehmende Erweiterung der Verbandsbasis, um immer “wichtiger” zu werden.

Der Rest ist die aktuelle Geschichte der vergangenen Jahre, die jemand anderer zu gegebener Zeit erzählen wird.

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